Freiwilligen-Umfrage

Wertvolles Engagement

Die aktuelle Umfrage zeigt deutlich, dass die Freiwilligen vom Zürcher Roten Kreuz ihren Einsatz als sehr bereichernd und gut organisiert erleben. Was dabei wichtig ist, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Ein Junge in der Turnhalle spielt mit dem Basketball bei einer JRK-Ferienaktivität

Das SRK Kanton Zürich führt periodisch Umfragen bei Freiwilligen durch, um zu erfahren, wie zufrieden sie mit der Organisation und ihrem freiwilligen Engagement sind. Die Auswertung der Umfrage vom Februar zeigt ein sehr klares und erfreuliches Gesamtbild: Das Engagement wird von den Freiwilligen als sinnstiftend, wertvoll und gut organisiert erlebt. Die teilnehmenden Freiwilligen sind zu 99,5 Prozent zufrieden mit ihrer freiwilligen Tätigkeit beim Zürcher Roten Kreuz.

Vielen Dank für die Möglichkeit, mich freiwillig zu engagieren. Ich freue mich, Teil des SRK-Teams zu sein und weiterhin helfen zu können.
Aus den zahlreichen Rückmeldungen von Rotkreuz-Freiwilligen

Die Umfrage bestätigte: Begegnungen und der soziale Austausch stehen im Mittelpunkt – unabhängig von der Aufgabe. Für die Freiwilligen sind diese zwischenmenschlichen Momente einer der wichtigsten Gründe dafür, warum sie sich beim Zürcher Roten Kreuz engagieren. Während in vielen Sport- oder Kulturvereinen die Sinnstiftung oft aus der Tätigkeit selbst oder dem persönlichen Interesse daran entsteht, liegt sie bei uns in der Unterstützung anderer Menschen und dem sozialen Austausch mit ihnen. Das Kennenlernen von anderen Lebenswelten spielt eine grosse Rolle. Durch das freiwillige Engagement können Menschen aus anderer Generation, Herkunft oder Lebensrealität kennengelernt werden. 

Professionelle Begleitung

Viele Rückmeldungen zeigen, dass Freiwillige es sehr schätzen, sich in einem solchen Rahmen engagieren zu können. Um dies zu ermöglichen, braucht es eine professionelle Struktur und Begleitung. Viele Befragte betonen, wie sehr sie die Unterstützung der Koordinatorinnen und Koordinatoren des Roten Kreuzes schätzen und dass diese sehr zuverlässig und förderlich sei. Eine Person schrieb: «Ohne die reibungslose Koordination würden viele Einsätze nicht funktionieren.» Hubert Kausch, Leiter Freiwilligenarbeit, sagt dazu: «Die Umfrage hat gezeigt, wie wertvoll die Arbeit der Koordinatorinnen und Koordinatoren ist. Sie sind diejenigen, die neben den freiwilligen Mitarbeitenden den entscheidenden Beitrag zum Gelingen der entsprechenden Dienstleistungen erbringen. Sie sind das Rückgrat und tragen das Engagement der Freiwilligen.» Dass dies alles im Rahmen des Roten Kreuzes und seinen Werten passiert, ist für viele ein wichtiger Aspekt.

Zwei Teilnehmende von Meet'nSpeak gehen gemeinsam eine Treppe vor einem Gebäude hinunter.
Die Übereinstimmung der Werte der Freiwilligen mit den Rotkreuz-Werten ist sehr hoch und stabil. Auch in früheren Umfragen wurde dies ebenso oft erwähnt wie in der aktuellen.
Hubert Kausch, Leiter Freiwilligenmanagement 2007 bis Juli 2026

Vielfältigkeit 

Ein weiterer Aspekt, der in der Umfrage positiv hervorgehoben wurde, ist die Flexibilität. Freiwillige schätzen es sehr, ihre Einsätze flexibel gestalten zu können. Dabei zeigt sich, dass Flexibilität unterschiedlich verstanden und gelebt wird. Für die Freiwilligen im Fahrdienst bedeutet Flexibilität, dass sie sich selbstständig für ihre Einsätze eintragen können. Die Fahrten werden bekannt gegeben und sie können selbst entscheiden, ob sie sich für diese melden. 

In Tandemprogrammen wird die Flexibilität anders wahrgenommen. Dort verpflichtet man sich zwar von Anfang an, sich beispielsweise für ein halbes Jahr wöchentlich mit jemandem zu tref fen. Was jedoch als sehr flexibel wahrgenommen und geschätzt wird: Das Tandem kann Ort und Zeit der Treffen selbst bestimmen und gestalten. Der weitaus grösste Teil der Freiwilligen hat den für sich passenden Einsatz gefunden. Sie geben an, dass sie ihre Einsätze sehr gut mit ihren übrigen Lebensbereichen vereinbaren können. «Das zeigt, dass es uns zu gelingen scheint, die richtige Person an den richtigen Platz zu bringen», sagt Hubert Kausch.

Neben den vielen positiven Rückmeldungen gab es auch Hinweise für Verbesserungen. Im Fahrdienst betreffen diese vor allem Rahmenbedingungen wie Einsatzplanung und Wartezeiten. Einzelne Stimmen wünschen sich Anpassungen für mehr Effizienz. In den übrigen Angeboten wurden punktuell Optimierungen bei Kommunikation, Vernetzung und administrativem Aufwand genannt. Hubert Kausch erklärt: «Eine Annahme, die sich bestätigt hat, ist, dass wir den Freiwilligen noch immer zu viel Administratives zumuten müssen. Um das zu verbessern, arbeiten wir an einem digitalen Instrument, das diesen Aufwand verringern soll. Zudem denken wir über weitere übergreifende Gefässe für Begegnungen nach für diejenigen, die mehr im Kontakt sein möchten mit anderen Freiwilligen.»

Ein grosser Dank für den Beitrag zum Zusammenhalt in einer Gesellschaft, in der man sich kümmert und nicht wegschaut.
Hubert Kausch, Leiter Freiwilligenmanagement 2007 bis Juli 2026

Hubert Kausch war – neben anderen Aufgaben – fast 19 Jahre lang verantwortlich für die Freiwilligenarbeit. Seit wenigen Wochen geniesst er seine Pension. Mit welchem Gefühl blickt er auf die Zeit beim SRK Kanton Zürich zurück? «Ich bin sehr stolz auf das, was wir erreicht haben. Als ich anfing, arbeiteten wir im Zürcher Roten Kreuz in vier Programmen mit Freiwilligen. Heute sind es fast 20. Wir haben vielfältige Einsatzmöglichkeiten geschaffen – und uns dabei immer konsequent am Bedarf und an den Bedürfnissen der Freiwilligen und der zu Unterstützenden orientiert.» 

Die Leitung und Weiterentwicklung des Freiwilligenmanagements wurde bereits in ebenso kompetente Hände übergeben. Marcel Coker übernimmt, neben der Leitung Human Resources, mit seinem Team diese Aufgabe. Er freut sich darauf und sagt: «Ich bin mir bewusst, dass ich in grosse Fussstapfen trete. Das ist eine Grundlage, auf der ich sehr gerne aufbaue.» Etwas liegt ihm besonders am Herzen: «Die Menschen. Unsere Freiwilligen bringen Zeit, Energie, Fähigkeiten und Herzblut mit. Die Koordinatorinnen und Koordinatoren sind die direkte Brücke zu ihnen. Mein Anspruch ist es, dass sich alle wertgeschätzt und weiterhin gut begleitet fühlen. Ich bin gespannt, was wir gemeinsam weiterentwickeln können.»